Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Mit der „Rechenschaft“ nachdenken, lernen, fragen, streiten, bekennen…

„Wir wollen die ‚Rechenschaft vom Glauben‘ in unseren Gemeinden wieder ganz neu ins Gespräch bringen“, so Dirk Zimmer, der dem Präsidium berichtete, wie das geschehen soll. .

10.06.2021

Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit

Das Präsidium des BEFG hat beschlossen, den Frauenanteil in Führungspositionen und Gremien des BEFG zu erhöhen..

10.06.2021

Demnächst

So Jun 13 @10:00 -
Garten-Gottesdienst Müncheberg
Mo Jun 14 @19:00 -
Ökum. Bibelwoche
Di Jun 15 @19:00 -
Ökum. Bibelwoche
Mi Jun 16 @19:00 -
Ökum. Bibelwoche
Do Jun 17 @19:00 -
Ökum. Bibelwoche
Fr Jun 18 @19:00 -
Ökum. Bibelwoche
So Jun 20 @10:00 -
Ökum. Gottesdienst zu den Rosentagen

 

Herzliche Einladung zum Garten-Gottesdienst am 13.06.2021 um 10.00 Uhr in Müncheberg

 

Unsere bisherigen Gottesdienste kann man hier noch einmal anschauen.


    Gemeindehaus Müncheberg

Predigt zum Kaiserbergfest 2021

Ökumenischer Gottesdienst zum Kaiserberg-Fest in Müncheberg 2021

Der Predigttext für den Sonntag Rogate steht in Daniel 9,4 + 5 +16 -19.

Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und bekannte und sprach:

Ach, Herr, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten! 5Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen

Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. 19Ach, Herr, höre! Ach, Herr, sei gnädig! Ach, Herr, merk auf und handle! Säume nicht – um deinetwillen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.

Dem Menschen, der dieses Gebet spricht, ist anzumerken: es kommt aus dem Herzen. Es ist nicht einfach so daher geplappert. Dieses Gebet spricht ein Mann, der als 14jähriger nach Babylon deportiert wurde. Sein Name ist Daniel. In Babylon gehörte er zu den erlesenen jungen Männern, die die Kriterien des Königs erfüllten, um eine privilegierte Ausbildung zu bekommen. Für ihn gab es trotz der schwierigen Umstände im fremden Land eine Zukunft als Beamter am Hof des Königs. Was den jungen Mann auszeichnete, ist seine Weisheit. Fünfzig Jahre stand er im Dienst des Königs und wurde dank seiner Begabungen und Fähigkeiten der zweitmächtigste Mann im großen babylonischen Reich.

Daniel zeichnete noch ein anderes Einstellungsmerkmal aus, sein Glaube, seine Gottesfurcht. In der Fremde bewahrte er den jüdischen Glauben. Er wurde deswegen oft angefeindet. Nicht einmal die Strafe der Löwengrube konnte ihn davon abbringen, seinem Gott zu gehorchen.
Er war ein Bibelleser und Beter. Beim Studieren des Propheten Jeremia erkannte er etwas von der Schuld und Sünde, dem Ungehorsam seines Volkes Israel vor Gott. Das trifft ihn ins Herz und er bittet für das Volk um Vergebung. Er wird zum Bittsteller, zum Stellvertreter. Wohl uns, wenn wir in schwierigen Situationen Menschen um uns haben, die sich unsere Sache zu ihrer machen und im Gebet stellvertretend für uns vor Gott eintreten. Daniel bittet hier für sein Volk. Rückblickend wissen wir, dass es 70 Jahre in babylonischer Gefangenschaft war. Eine lange Zeit. Braucht ein Volk Beter? Das Alte Testament lehrt uns: wohl dem Volk, in dem es Beter gibt, die die Anliegen des Volkes vor Gott bringen. Das gilt heute noch immer. Wir sind heute eingeladen, angeregt durch das Gebet des Daniel, für unser Volk zu beten. Es braucht in unserem Land Beter, die bereit sind, für die Verantwortlichen und Entscheidungsträger zu beten. Daniels Gebet offenbart, dass Daniel eine Schau hatte auf sein Volk, die bestimmt nicht viele mit ihm teilen konnten. Er erkannte die Schuld und Sünde seines Volkes. Er litt darunter, als wäre es seine eigene Sünde, obwohl die Vergehen Generationen vor ihm begangen wurden. „In den Riss treten“ nennt das die Bibel an anderer Stelle Auch heute braucht es Menschen, die für andere vor Gott in den „Riss“ treten, die die Sache eines Mitmenschen im Gebet zu ihrer erklären und sie in dieser Haltung vor Gott vertreten.

Was für einen Grund gibt es dafür? –
Eventuell ist der Mitmensch selbst zu schwach. Möglicherweise fehlt ihm im Moment der Blick für ein Gebet. Er kann mutlos sein, so unter seiner Sünde leiden, dass er es nicht wagt, im Gebet zu Gott zu kommen. Eventuell schämt er sich. Es ist gut, in solch einer Lage eine vertraute Person zu kennen, die einem beisteht und begleitet und im Gebet vor Gott eintritt.

Ein zweites lehrt uns das Gebet des Daniel Offenheit und Ehrlichkeit.
Daniel verschweigt nicht, er verharmlost nicht, er beschönigt nicht. Er ist schlicht ehrlich in dem, was er als falsch vor Gott erkennt. Daran dürfen wir uns ein Beispiel nehmen. Im Gebet öffnet der Beter sein Herz vor Gott und ist so wie ein aufgeschlagenes Buch.

Vom Gebet Daniels können wir noch etwas für unser Gebetsleben ablesen. Er kennt seinen Gott, er weiß, zu wem er betet. Er erwähnt Gottes Eigenschaften und seine Gebote und bindet diese in sein Fürbittgebet ein.

Er hat den Mut seinen Gott daran zu erinnern, dass er doch ein gnädiger Gott ist und sein Volk liebt.

Ist das geschickte Taktik oder können wir Gottes Willen mit unseren Worten beeinflussen? Ich bin davon nicht überzeugt. Ich bin davon überzeugt, dass Gott auf ein ehrliches und aufrichtiges Gebet antwortet. Nicht der Scherbenhaufen eines Lebens oder eines Volkes, den wir ihm präsentieren, bewegt das Herz Gottes, sondern die ehrliche Bitte um Vergebung, um Weisung und um Hilfe. Daniel betet: „wir vertrauen auf deine Gerechtigkeit.“

Das ist wie die zweite Seite einer Medaille, wir vertrauen dem, zu dem wir beten. Wer das ganze Buch Daniel liest, wird entdecken, der Beter Daniel vertraut seinem Gott mehr als seinem eigenen Verstand. Das zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. Glaube und Vertrauen sind ein Schlüssel für ein erhörtes Gebet. Sind wir so aufgestellt wie Daniel, dann dürfen auch wir beten: „Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer“ Welche Trümmer?

Die Trümmer, die die Pandemie schlägt und unter der wir alle leiden.

Die Trümmer von Kriegen und Verfolgung im Leben vieler Menschen

Die Trümmer aus falschen Lebensentscheidungen.

Die Trümmer meines eigenen Lebens, unter denen ich leide.

Lasst uns mutig sein wie Daniel und mit einander und für einander beten und darauf vertrauen, dass unser Gott und Heiland Jesus Christus unsere Gebete hört und erhört.

Dann werden wir im eigenen Leben oder die Beter, die für andere beten, erleben, was in folgendem Gedicht beschrieben wird:

Fußspuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,

Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.

Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,

meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen

war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,

dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur

zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten

Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:

"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du

mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten

meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am

meisten brauchte?"

Da antwortete er:

"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie

allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.

Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,

da habe ich dich getragen."

Originalfassung © 1964 Margaret Fishback Powers. Deutsche Fassung © 1996 Brunnen Verlag, Gießen

Amen

Inge Clausonet

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