Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Zehn Jahre Schriftenreihe „Baptismus-Dokumentation“ des Oncken-Archivs

Pünktlich im Jubiläumsjahr „10 Jahre Baptismus-Dokumentation“ ist nun der 10. Band der Schriftenreihe erschienen: „Walter Rauschenbusch und die Anfänge seiner Theologie des Social Gospel 1886-1891“..

05.05.2021

Erlebnispfad in Oldenburg

Vor der Kreuzkirche in Oldenburg ist ein kleiner Weg aufgebaut. Fünf Holzinstallationen stehen dort und laden ein, nachzudenken und aktiv zu weden..

04.05.2021

Demnächst

Mi Mai 19 @17:30 -
Bibel im Gespräch online
Do Mai 20 @19:00 -
Bibel im Gespräch online
So Mai 23 @10:00 -
Garten-Gottesdienst Müncheberg
Mi Mai 26 @17:30 -
Bibel im Gespräch online
Do Mai 27 @19:00 -
Bibel im Gespräch online
So Mai 30 @10:00 -
Garten-Gottesdienst Buckow

Wir laden herzlich ein zum Präsenzgottesdienst am 16.05. um 10.00 Uhr im Seminar-Garten in Buckow.

Außerdem können Sie sich den ökumenischen Gottesdienst zum Kaiserbergfest hier ansehen.


Das Programmblatt zum Kaiserbergfest 2021 enthält alle Texte für den Gottesdienst zum Mitbeten und -singen.

Die Predigt zum Kaiserbergfest 2021 können Sie hier noch einmal nachlesen.

Unsere bisherigen Gottesdienste kann man hier noch einmal anschauen.


    Gemeindehaus Müncheberg

Predigt vom 02.05.2021

Liebe Mitglieder und Freunde der EFG Buckow-Müncheberg,

der Predigttext für den Sonntag Cantate steht im Lukasevangelium, 19,37-40.  Als er das Wegstück erreichte, das vom Ölberg zur Stadt hinunterführt, brach die ganze Schar der Jünger in Freudenrufe aus; mit lauter Stimme priesen sie Gott für all die Wunder, die sie miterlebt hatten. 38 »›Gesegnet sei er, der König, der im Namen des Herrn kommt!‹[1]« riefen sie. »Frieden bei dem, der im Himmel ist, Ehre dem, der droben in der Höhe wohnt!« 39 Einige Pharisäer aus der Menge erhoben Einspruch. »Meister«, sagten sie zu Jesus, »verbiete es deinen Jüngern, so zu reden!« 40 Doch Jesus gab ihnen zur Antwort: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien!«

Wir kennen den Text im allgemeinen als Text, der zu Palmsonntag gelesen wird. Im Kirchenjahr nach der gregorianischen Zeitrechnung, nach dem sich auch unsere Feste wie Ostern und Weihnachten richten, ist es ein klassischer Vorostertext. Wir lesen und hören ihn meist mit dem Fokus auf den Einzug Jesu in Jerusalem. In der Perikope ist er dennoch der Predigttext für den heutigen Sonntag Cantate – singet dem Herrn, jubelt dem Herrn. Genau genommen ist Ostern für die weltweite Christenheit in diesem Jahr auch noch nicht vorbei. Die Christen, die der orthodoxen Kirche angehören, feien ihre Feste nach dem julianischen Kalender. Sie feiern Ostern dieses Wochenende.

Vorostertext, Ostertext, Nachostertext, Kirchentradition hin, Kirchentradition her, wie auch immer, Gottes Wort hat jeden Tag Gültigkeit und das, was uns heute mit dem Text verbindet ebenfalls. Gesellen wir und doch mal gedanklich in die Schar der Jünger Jesu und erleben die fröhlich singende Reisegruppe auf dem Weg nach Jerusalem mit. Jesus sitzt auf dem einjährigen Eselfüllen und reitet unter dem Jubel seiner Anhänger Richtung Jerusalem. Sie singen und freuen sich darüber, dass sie Gottes Handeln durch Jesus gesehen haben, so heißt es im Text „sie freuen sich über alle Taten, die sie gesehen hatten.“

Ich kann mir vorstellen, dass einer der Jünger ein Ereignis nannte und der Rest stimmt in den Dank ein, dass sie Zeugen dieses Geschehens waren.

Danke für den Fischfang – wir danken Gott dafür

Danke für das Wunder an Barthimäus - wir danken Gott dafür

Danke für die Heilung der Aussätzigen - wir danken Gott dafür

Danke, dass Zachäus seine Sünde erkannte und Mut hatte, sein Leben zu ordnen – wir danken Gott dafür

Danke für die Speisung der 5000 - wir danken Gott dafür

Danke für die Erweckung des Lazarus – wir danken Gott dafür.

Die Welt könnte die Bücher nicht fassen, so steht es im Johannesevangelium, wenn alles aufgeschrieben worden wäre, was Jesus getan hat. (Johannes 21,25). Sie hatten also genug Erlebnisse, um Gott während der ganzen Reise zu danken.

Irgendwann sangen sie vertonte Psalmen »›Gesegnet sei er, der König, der im Namen des Herrn kommt! (Psalm 118,26) Hier feiern sie Jesus als ihren König und huldigen ihm mit ihren Gesängen und ihrem Jubel. Sie haben begriffen, dass der Herr, dem sie seit drei Jahren folgen und dessen Jünger sie sind, der von Gott gesandte Messias ist. „Er ist im Namen des Herrn gekommen“
Jesus, dem Gesandten Gottes, jubeln sie zu. Sie jubeln Jesus zu, der sie zu Menschenfischern berufen hat. Der ihr Leben und das Leben vieler verändert hat.

Wie es geklungen hat, wissen wir nicht. War der Gesang schön und harmonisch? Klang es wie ein Chor oder wie ein Gemeindegesang, wo jeder sein Bestes gibt? Die Bibel spricht nicht darüber. Was sie uns erzählt, es kam von Herzen.

Das ist eine Einladung an uns! Ebenfalls wie die Jünger es damals taten, dem Heiland für die Wunder in unserem Leben, im Leben unserer Familien und im Alltag unserer Gemeinde zu danken. Loblieder über sein Handeln anzustimmen. Kannst Du Gottes Handeln in Deinem Leben benennen? Darüber staunen und mit Worten und Gesang sein Handeln in ein Loblied fassen? Hier wollen wir von den Jüngern lernen.
Selbst in Coronazeiten ist es uns nicht untersagt, unseren Gott mit einem Loblied zu ehren. Untersagt ist im Moment der gemeinschaftliche Gesang in geschlossenen Räumen. Erlaubt ist Gott loben im eigenen Haus oder Garten und in der freien Natur. Lassen wir uns nicht irritieren.

Irritierend in diesem Bibeltext ist das Verhalten der Pharisäer. Sie fordern Jesus auf, die Jünger zu bitten zu schweigen. Religionsbehörde contra Gotteslob? Wie so oft wollen sie äußere Ruhe und Ordnung. Ein Mensch, auch wenn er von seinen Anhängern als Rabbi oder Prophet bezeichnet wird, gefällt ihnen nicht. Jesus als Gesandten Gottes zu bekennen und ihm als ihrem König zuzujubeln, grenzt für diese religiöse jüdische Obrigkeit an Gotteslästerung. Jesus als König so zu bejubeln, das passte nicht in ihre Weltanschauung. Nicht zu ihrer Überzeugung von Recht und Unrecht. Sie wollen das nicht.

Interessant ist die Reaktion Jesu auf diese kritische Haltung der Pharisäer: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien!«

Schreiende Steine! Warum nicht. Wenn Jesus Tote lebendig machen kann im Namen Gottes und Blinde sehend, Lahme durch ihn wieder gehen können und Taube gesund werden, ist es für ihn bestimmt ein Kleines, Steinen eine Stimme zu verleihen.

In der Vorbereitung dieser Predigt bin ich auf interessante Gedanken von einem Baptistenpastor des 19.Jahrhunderts gestoßen zum Thema sprechende Steine.

Ich lese seine Gedanken (Charles Haddon Spurgeon * 19.06.1834; † 31.01.1892, englischer Baptistenpastor) zu dieser Bibelstelle: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien!«

 Aber konnten denn die Steine schreien? Gewiss könnten sie es, wenn Er, der den Taubstummen den Mund auftut, sie ihre Stimme würde erheben heißen. Wahrlich, wenn sie reden könnten, sie hätten vieles zu bezeugen zum Lobe Dessen, der sie erschaffen hat durch das Wort seiner Allmacht; sie könnten die Weisheit und Macht ihres Schöpfers verkünden, der sie ins Dasein rief. Sollen denn nicht wir lobpreisen Den, der uns erneuert hat und hat dem Abraham aus Steinen Kinder erweckt? Die Felsen des Urgebirges könnten erzählen vom Chaos und seiner Scheidung in geordnete Massen, und von dem Wirken und Weben des Geistes Gottes, und von den aufeinanderfolgenden Wandlungen im Schauspiel der Schöpfung. Und können denn wir nicht reden von Gottes ewigen Ratschlüssen, von Gottes großem Werk in vergangenen Zeiten, von allem, was Er vor alters für seine Gemeinde getan hat? Wenn die Steine sprechen könnten, so würden sie erzählen von dem, der sie gehauen hat, wie Er sie aus dem harten Gestein löste und zubereitete für seinen Tempel; und können wir nicht erzählen von unserm herrlichen Zubereiter, der unsre Herzen zerschlagen hat mit dem Hammer seines Wortes, damit wir könnten eingefügt werden in den Bau seines Tempels? Wenn die Steine schreien könnten, so würden sie ihren Baumeister verherrlichen, der sie gesägt und geglättet hat nach dem Bauriss eines Palastes, und sollen nicht wir reden und rühmen von unserm Baumeister und Bauherrn, der uns unsre Stelle angewiesen hat im Bau des Tempels des lebendigen Gottes? Wenn die Steine schreien könnten, sie hätten eine lange, lange Geschichte zu erzählen in Denkmälern, denn gar manchmal sind große und gewaltige Steine aufgerichtet worden zum Gedächtnis der Taten des Herrn; und auch wir haben Zeugnis abzulegen von manchem Eben-Ezer, von Denksteinen der Durchhilfe, von Denksäulen des Gedächtnisses. Die zerbrochenen Steintafeln des Gesetzes schreien über uns, aber Christus selber, der den Stein von des Grabes Tür gewälzt hat, redet für uns. So wollen wir denn loben in heiligen Gesängen und Den unser Leben lang verherrlichen, der da von Jakob genannt wird der Hirt und Stein in Israel.

Lass dich von den Jüngern anstecken im Lob Gottes und bejuble Jesus als deinen Herzenskönig – bestimmt findest auch du immer den einen Grund dafür.

Amen

Liebe Grüße und allen eine gesegnete Woche

Inge Clausonet

Müncheberg, 1.5.21

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