Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Hilfe nach Explosion in Beirut

Nach der verheerenden Explosion in Beirut sagt der BEFG weitere Hilfen zu und bitten um Gebetsunterstützung..

05.08.2020

Zuhause mitten in Wetter

Die ruhrkirche in Wetter wagt einen Neubau. Die Gemeinde hat das Gelände eines ehemaligen Autohaues gekauft..

03.08.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der EFG Buckow- Müncheberg,

die Frage, der wir heute folgen, heißt: Wie geht es nach Pfingsten weiter mit der Gemeinde Jesu? Was berichtet uns die Bibel? Wo sind die 3000 Menschen geblieben, die sich taufen ließen? Um auf diese Fragen eine Antwort zu finden, lesen wir in der Apostelgeschichte weiter. Sie berichtet, dass die getauften Menschen, die mit den Aposteln zusammen in Jerusalem waren, der Jesusnachfolge eine Alltagsstruktur gaben. Sie gestalteten gottesdienstliche Veranstaltungen mit Singen, Gebet und Auslegung des Worts Gottes. Sie hatten Gemeinschaftsveranstaltungen mit Essen und Trinken. Sie legten den Grundstock dessen, was wir heute Diakonie nennen. Die laufenden Kosten beglichen sie aus dem Verkauf von eigenen Vermögenswerten. Es gab also von Beginn an eine wirtschaftliche Seite in der jungen Glaubensgemeinschaft.

Eine besondere Stellung hatte das Abendmahl. Einerseits war es Herrenmahl und spiegelte die Gemeinschaft mit Jesus wider. Andererseits war es das Gemeinschaftsmahl und drückte die Verbundenheit der an Jesus Christus glaubenden Menschen untereinander aus.
Erstaunlich ist, wie schnell diese Glaubensgemeinschaft der Jesusnachfolger in ganz Jerusalem bekannt und geachtet wurde. In der Apostelgeschichte wird uns berichtet, dass die Hilfsbereitschaft untereinander und ihre gegenseitige Liebe dazu führten, dass jedermann in Jerusalem von einer tiefen Ehrfurcht gegenüber Gott ergriffen wurde (Apostelgeschichte 2, 42 – 47). Es erfüllte sich, was Jesus in Johannes 13,35 seinen Jüngern gebietet: „Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Berichtet wird uns ebenfalls in der Apostelgeschichte, dass die Jünger nach wie vor an den gewohnten Veranstaltungen der jüdischen Glaubensgemeinschaft teilnahmen (Apg. 3,1 – 10). Ermutigt durch den Heiligen Geist bezeugten sie dabei ihren Glauben an Jesus in diesen Veranstaltungen und luden ihre Mitmenschen ein, Jesus kennen zu lernen. Als der allseits bekannte und gelähmte Bettler plötzlich als Gesunder im Tempel Gott lobte, war das Erstaunen groß. Die Kraft Jesu wirkte Großes im Leben der an Jesus Glaubenden und unter den gottesfürchtigen Bewohnern Jerusalems. So waren die Jesusanhänger plötzlich Tagesgespräch.

Wir alle kennen das Sprichwort, da wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Etwas Natürliches, etwas Physikalisches, das wir an jedem Sonnentag in der Natur bestaunen können. Der Lichtstrahl der Sonne kann unterbrochen werden durch einen lichtundurchlässigen Gegenstand und es entsteht ein Schattenbild des Gegenstandes. Vergleichbares ist der jungen Jesusbewegung in Jerusalem geschehen. Die jüdische Glaubenskultur, vertreten durch die Schriftgelehrten und Pharisäer, stellt sich der jungen Bewegung entgegen. Petrus und Johannes müssen sich vor dem Hohen Rat für ihre Predigt und die neue Art an Gott zu glauben, rechtfertigen. Die Hüter die öffentlichen Ordnung wollen ihnen verbieten, über ihren Glauben an Jesus Christus zu reden und in seinem Namen Wunder zu wirken. Dem widersprechen beide unerschrocken. Ich zitiere: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als ihm! Uns ist es auf jeden Fall unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben." (Apostelgeschichte 4, 19+20) Trotz großer Anerkennung im Volk gab es Gegenwind. Die jüdischen Religionshüter sorgten sich um den religiösen Frieden in der Stadt. Dennoch lassen sich Menschen taufen!
Noch ein Gedanke zu den Festpilgern, die an Pfingsten Jerusalem besuchten. Sie sind wieder nach Hause, als die Festlichkeiten vorbei waren. Mit in ihrem Gepäck der Glaube an Jesus Christus und der empfangene Heilige Geist. Bestimmt haben diese in ihren Heimatorten und Städten von ihren Reiseerlebnissen berichtet. Vom Glauben an Jesus, dass er der Erlöser und der Verheißene Gottes ist. Lesen wir die ganze Apostelgeschichte, so entdecken wir, dass durch diese Menschen an vielen Orten Treffpunkte für Jesusnachfolger entstanden. Die Apostel Paulus und Petrus haben diese Orte später besucht und die Jesusnachfolger im Glauben an Jesus geschult. Daraus erwuchs die frühe Kirche. Wieder wagten es Menschen, ihre bisherigen religiösen Gewohnheiten zu verlassen und dem neuen Glauben der Jesusnachfolger zu folgen. Diese neue Ausrichtung bezeugten sie durch die Taufe.

Vor einigen Wochen fanden wir beim Entrümpeln einer Wohnung im Bethelhaus eine im Goldrahmen gefasste Kopie des Bildes „Baptistische Taufe“ des schwedischen Historienmalers Gustav Cederström. Das Bild ist datiert auf das Jahr 1886. Wenn man bedenkt, dass durch Gerhard Oncken 1834 in Hamburg die erste europäische Festlandgemeinde gegründet wurde, dann ist es ja schon erstaunlich, dass es bereits fünfzig Jahre später baptistische Gemeinden in Schweden gab.

Der Historienmaler dokumentierte die aktuellen Ereignisse im Norden Europas. Dazu gehörten neben den Aktivitäten der Baptisten auch die der Heilsarmee. Beide christlichen Gruppierungen erreichten mit ihrer Arbeit die Herzen der Menschen jener Zeit. Viele ließen sich taufen und es entstanden Glaubensgemeinschaften, die bis heute existieren. Die von Oncken gegründete Baptistengemeinde in Hamburg gibt es heute noch. Sie ist eine von 800 Baptistengemeinden in Deutschland mit 82.000 Mitgliedern. Auch wir gehören zu diesem Gemeindeverbund. Die Heilsarmee ist ebenfalls eine feste Größe in der christlichen Landschaft quer durch Deutschland.

So stellt sich auch heute die Frage: Ist die Taufe wichtig?
Seit Pfingsten in Jerusalem ist die Taufe für den Einzelnen ein öffentliches Bekenntnis zu Jesus Christus. Für viele Menschen markiert sie den Beginn der Jesusnachfolge. Immerhin ist sie von Jesus selbst angeordnet in Matthäus 28, 19-20.

  • Die Voraussetzung für die Taufe ist der persönliche Glaube an Jesus Christus. Markus 16,16
  • Die Taufe ist das Sinnbild für das neue Leben, das Gott uns schenkt. Das Leben ohne Glauben an Jesus Christus ist beendet, das Leben mit dem Glauben an Jesus Christus beginnt. Römer 6, 3+4
  • Mit der Taufe beginnt das Leben in einer neuen Gemeinschaft, der christlichen Gemeinschaft. Apostelgeschichte 2,42
  • Die Taufe ist der Bund eines guten Gewissens mit Gott, 1. Petrus 3,21.

Das glaubwürdige Bekenntnis der vielen Christen vor unserer Generation strahlt bis in unsere Zeit. Die Christen heute sind es, die es mit ihrem Bekenntnis in die nächste Generation tragen. So erfüllt sich das Jesuswort: „Das Totenreich mit seiner Macht wird nicht stärker sein als sie.“ Matthäus 16,18.

Fazit: Die Taufe ist wichtig, weil Jesus sie angeordnet hat.

 

Ich möchte schließen mit einem Gebet, das uns, die wir schon lange getauft sind, an unser Taufe erinnert.

Himmlischer Vater, Du unser Gott,

In der Taufe hast du mir dein Ja – Wort zugesprochen. Ich darf Gotteskind sein durch den Glauben an Jesus Christus.

In der Taufe habe ich dir mein Ja gegeben.

Es gab Zeiten, da fiel es mir leicht, das Versprechen zu halten.

Es gab Zeiten, da habe ich deinem Zuspruch wenig Glauben geschenkt.

Hin und wieder bin ich fast fremd geworden.

Doch deine Liebe lässt mich nicht los.

Deine Liebe in Jesus Christus ist stärker als mein Versagen.

Deine Treue endet nicht mit meiner Sünde.

Du zeigst mir den Weg der Vergebung und nimmst mich an.

Sende deinen Geist heute in mein Leben und erneuere mich an Leib und Seele.

Ich will bei dir sein, öffne deine Vaterarme für mich.

Amen.

Ich wünsche allen Brieflesern einen gesegneten Sonntag und bleibt gesund.

Inge Clausonet

Müncheberg, den 7.6.20

Wer die einzelnen Bibelstellen nachschlagen möchte, findet auf der Seite der Deutschen Bibelgesellschaft verschiedene Bibelübersetzungen mit Suchfunktion.