Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Hilfe nach Explosion in Beirut

Nach der verheerenden Explosion in Beirut sagt der BEFG weitere Hilfen zu und bitten um Gebetsunterstützung..

05.08.2020

Zuhause mitten in Wetter

Die ruhrkirche in Wetter wagt einen Neubau. Die Gemeinde hat das Gelände eines ehemaligen Autohaues gekauft..

03.08.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der EFG Buckow – Müncheberg,

an diesem Sonntag feiern wir Pfingsten. Das dritte große Fest im kirchlichen Jahreskalender.

Dieser Tage sah ich eine Umfrage, die aussagt, dass die meisten Deutschen nicht mehr wissen, was Pfingsten bedeutet. Wie geht es Dir mit diesen Feiertagen? Zwei Tage Pfingsten feiern – was feierst Du?

Lesen wir den zu Pfingsten gehörenden Bibeltext in Apostelgeschichte 2 , so staunt man nicht schlecht über die aufregenden Ereignisse an jenem ersten Pfingsttag. Dieses Ereignis geschah 50 Tage nach Ostern. Wieder finden wir im Hintergrund ein wichtiges jüdisches Fest, zu dem gläubige Juden nach Jerusalem pilgerten, um zu opfern und zu feiern. Das Schawuot, auch Wochenfest, wurde zu Beginn der Weizenernte gefeiert. Es ist ein Fest großer Dankbarkeit. Gedankt wird für die Ernte und die Thora - Gottes Wort. Details dazu finden sich unter anderem im 5. Mose 16

Wir Christen feiern an Pfingsten die Ausgießung des Heiligen Geistes. Jener Kraft aus der Höhe, die Jesus seinen Jüngern versprochen hat: Ich aber werde die Kraft aus der Höhe auf euch herabsenden, wie mein Vater es versprochen hat. Bleibt hier in der Stadt, bis ihr damit ausgerüstet werdet.«. Lukas 24,49 

  • Diese Kraft formt aus uns andere Menschen: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Timotheus 1,7.
  • Schier nicht in Worte zu fassen ist, dass dieser Geist, die an Jesus glaubenden Menschen in alle Wahrheit leitet. Das macht uns nicht fehlerfrei, sondern die Kraft des Geistes Gottes begleitet uns mit Langmut und hilft uns immer wieder auf dem Weg der Jesusnachfolge zu bleiben. Gottes Geist begleitet uns Schritt für Schritt durch unser ganzes Leben.
  • Lehrt uns, was Jesus gefällt und will uns vor Sünde bewahren. Johannes 16 13 – 15: „Doch wenn der ´Helfer` kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zum vollen Verständnis der Wahrheit führen. Denn was er sagen wird, wird er nicht aus sich selbst heraus sagen; er wird das sagen, was er hört. Und er wird euch die zukünftigen Dinge verkünden. 14 Er wird meine Herrlichkeit offenbaren; denn was er euch verkünden wird, empfängt er von mir. 15 Alles, was der Vater hat, gehört auch mir. Aus diesem Grund sage ich: Was er euch verkünden wird, empfängt er von mir.«

Das ist, was uns die Apostelgeschichte von den Jüngern berichtet. Die durch die Ereignisse verunsicherten und ängstlich gewordenen Jünger - „waren alle wieder an demselben Ort versammelt“ (Vers 1), sie tun, was Jesus ihnen aufgetragen hat. Bleibt in Jerusalem und wartet! Warten kann kreativ sein. Warten kann schrecklich sein. Warten kann voll Erwartung sein. Ich kann mir vorstellen, es war bei den Jüngern ein Mix aus allem.

Jetzt, wo Jesus seit Himmelfahrt nicht mehr unter ihnen ist, gibt es viele Zukunftsfragen zu klären. Wie könnte es auch anders sein. Sind sie doch alle Menschen mit Gefühlen und Empfindungen wie Du und ich.

Wo könnten sie alle gewartet haben? In einem Haus? In einem Garten? Vielleicht waren sie auch mitten unter den Festgästen und haben das wichtige Schawuot-Fest gefeiert. Etwas Vertrautes in einer für sie unsicheren Zeit. Mit vertrauten Gebeten und bekannten Liedern Gott loben und danken, für das tägliche Brot und für die Thora, Gottes Wort.  

Vertraute Gebete, Psalmen und Lieder sind bis heute Balsam für jede verängstigte und aufgewühlte Seele. Sie sind vergleichbar mit einer Brücke, die eine Verbindung herstellt zu dem, der uns zusagt: „Siehe ich bin bei Euch alle Tage eures Lebens“ (Matthäus 28,20).

In diese Situation hinein macht Jesus seine Verheißung wahr. Gottes Geist in Form von kleinen Flammen wird sichtbar über den Köpfen der Jünger. Die eigentlich Hebräisch und Aramäisch sprechenden Männer haben auf nicht erklärbare Weise die Fähigkeit, in den Sprachen der angereisten Festpilger zu sprechen. Mindestens 15 verschiedene Sprachgruppen erwähnt die Apostelgeschichte. Ein unglaubliches Erlebnis. Eine den Verstand verwirrende Angelegenheit. Etwas, das jedem Anwesenden den Atem verschlägt. Was mag sich in den Köpfen der Zuschauenden alles abgespielt haben. Einen kleinen Einblick gewährt uns hier die Apostelgeschichte, was hat das zu bedeuten fragten die Einen. Die sind betrunken, sagten Andere.

In Wirklichkeit geht in Erfüllung, was Jesus verheißen hat. Gottes Geist wird ausgegossen über allen, die an Jesus glauben und sie werden befähigt, Botschafter Jesu zu sein. Das sind die an Jesus glaubenden Menschen bis heute.

So laden wir Christen durch unsere Lebensart und unsere Lebensüberzeugung, durch Wort und Tat, Mitmenschen ein, ebenfalls Botschafter Jesu zu werden.

Dem Fischer Petrus gelingt es am Pfingsttag, der versammelten Festversammlung glaubwürdig und überzeugend Jesus als den von Gott gesandten Erlöser vorzustellen. Eindringlich erklärt er anhand  der Heiligen Schrift, dass Jesus der von Gott verheißene Messias ist.
Petrus erlebt, dass durch ihn geschieht, wozu er von Jesus beauftragt ist: “Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde bauen (Matthäus 16,18). Das ist was der Geist Gottes auch in Deinem Leben wirkt.
Gabe und Aufgabe werden sichtbar, die Jesus für Dich bereit hat. Das waren damals und heute nicht nur Gaben, die Menschen in den Mittelpunkt rücken. Oftmals sind es Fähigkeiten, die kaum wahr genommen werden von Mitmenschen oder die für selbstverständlich gehalten werden. Ist es die Aufgabe, die Dir Jesus zugedacht hat, so tue sie von Herzen und mit großer Dankbarkeit. Du bist in diesem Dienst Botschafter/in Jesu. Rückt Dich deine Aufgabe in den Mittelpunkt der Gemeinde oder gar in die Öffentlichkeit, sei dankbar bei jedem Lampenfieber und vertraue darauf, Jesus gibt Dir, was du brauchst, um Ihn auch in dieser Aufgabe zu Ehren.

Jesusnachfolge wird geübt und trainiert, so wie jeder Sportler seine Sportart übt und trainiert. Was für diesen das Stadion ist, ist für den Christen die Gemeinschaft der Christen in der Gemeinde.

Das Ergebnis der Predigt des Petrus bringt bis heute jeden Pastor/in zum Staunen – 3000 Menschen folgen dem Aufruf zur Umkehr und Jesusnachfolge. Lesen wir Apostelgeschichte 2,37-42:  37 Die Zuhörer waren von dem, was Petrus sagte, bis ins Innerste getroffen. »Was sollen wir jetzt tun, liebe Brüder?«, fragten sie ihn und die anderen Apostel. 38 »Kehrt um«, erwiderte Petrus, »und jeder von euch lasse sich auf den Namen von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen. 39 Denn diese Zusage gilt euch und euren Nachkommen und darüber hinaus allen Menschen auch in den entferntesten Ländern – allen, die der Herr, unser Gott, zu seiner Gemeinde rufen wird.« 40 Mit diesen und noch vielen anderen Worten bezeugte Petrus ihnen ´das Evangelium`; eindringlich ermahnte er sie: »Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Lasst euch retten vor dem Gericht, das über sie hereinbrechen wird!« 41 Viele nahmen die Botschaft an, die Petrus ihnen verkündete, und ließen sich taufen. Durch Gottes Wirken wuchs die Gemeinde an diesem Tag um etwa dreitausend Personen.

Pfingsten ist also die Geburtsstunde der weltweiten Kirche. Seit Pfingsten blieben die Jünger nicht mehr in Jerusalem, sondern sie folgen dem Auftrag Jesu – gehet hin in alle Welt. Die Grafik von Seidel versucht dieses Gehen darzustellen. Gesandte auf dem Weg zu den Rufenden und Wartenden. Bist Du dabei?

Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Pfingstfest und bleibt gesund!

Inge Clausonet

Müncheberg, 28.5.20