Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören wir, neben vielen weiteren Gemeinden, einem Landesverband an.



Weltweite Frauensolidarität – trotz und wegen Corona

Zwölf Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am 5. März.

22.02.2021

Baptistischer Weltbund fordert gerechte Verteilung der Impfstoffe

Die Baptist World Alliance (BWA) ruft dazu auf, gemeinsam gegen die Corona-Pandemie vorzugehen und Impfstoffe gerecht zu verteilen..

04.02.2021

Demnächst

So Mär 07 @10:00 -
Gottesdienst online
Mi Mär 10 @19:00 -
Bibel im Gespräch online
Do Mär 11 @19:00 -
Bibel im Gespräch online
So Mär 14 @10:00 -
Gottesdienst in Buckow

Gottesdienst vom 28.02.2021

Eine herzliche Einladung zum Kirchenkaffee online am Sonntag ab 11.00 Uhr. Der Code lautet 985554

Unsere bisherigen Gottesdienste kann man hier noch einmal anschauen.

Die Predigt vom 28.02.2021 zum Nachlesen.


    Gemeindehaus Müncheberg

Predigt vom 24.01.2021

Liebe Mitglieder und Freunde der EFG Buckow-Müncheberg,

der Predigttext für den Sonntag steht im Buch Ruth, 1,1-22

Als Israel noch von den Richtern geführt wurde, brach einmal eine Hungersnot im Land aus. Da zog ein Mann mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen von Bethlehem in Juda weg, um sich als Fremder in den fruchtbaren Gebieten Moabs niederzulassen. 2 Der Mann hieß Elimelech, seine Frau Noomi und seine Söhne Machlon und Kiljon. Sie gehörten zur Sippe Efrat aus Bethlehem in Juda. Als sie dann im Ackerland Moabs wohnten, 3 starb Elimelech, und Noomi blieb mit ihren beiden Söhnen allein zurück. 4 Diese heirateten zwei moabitische Frauen, Orpa und Rut. Doch zehn Jahre später 5 starben auch Machlon und Kiljon, sodass die Frau ohne Mann und Söhne allein zurückblieb. 6 Da entschloss sie sich, mit ihren Schwiegertöchtern das Gebiet von Moab zu verlassen. Sie hatte nämlich gehört, dass Jahwe seinem Volk wieder zu essen gegeben hatte. 7 So brach sie mit ihren beiden Schwiegertöchtern auf. 8 Doch unterwegs sagte Noomi zu ihnen: "Kehrt um und geht wieder in euer Elternhaus zurück! Jahwe möge euch all das Gute vergelten, das ihr den Verstorbenen und mir erwiesen habt! 9 Er möge euch wieder einen Mann geben und ein neues Zuhause." Dann küsste sie beide zum Abschied. Doch diese weinten (Rut 3.1) 10 und sagten zu ihr: "Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen!" 11 "Kehrt doch um, meine Töchter!", entgegnete Noomi. "Warum wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne zu erwarten, die eure Männer werden könnten? 12 Geht, meine Töchter, kehrt um! Ich bin zu alt, um noch einmal zu heiraten. Und selbst wenn ich noch Hoffnung hätte, ja selbst, wenn ich in dieser Nacht mit einem Mann schlafen und dann Söhne zur Welt bringen würde, 13 wollt ihr etwa warten, bis sie groß geworden sind? Wollt ihr euch so lange zurückziehen und ohne Mann leben? Nein, meine Töchter! Ich kann euch nicht das gleiche bittere Schicksal zumuten, das Jahwe mir aufgebürdet hat." (Hiob 19.21) 14 Da weinten sie noch mehr. Dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter und nahm Abschied, Rut aber wollte sie auf keinen Fall verlassen. 15 Noomi redete ihr zu: "Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und ihrem Gott. Folge ihr doch!" 16 Aber Rut sagte: "Dränge mich nicht, dich zu verlassen. Ich gehe nicht weg von dir! Denn wo du hingehst, gehe auch ich hin, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. (2. Samuel 15.21) 17 Wo du stirbst, will auch ich sterben und begraben werden. Jahwe möge mir alles Mögliche antun, aber nur der Tod wird mich von dir trennen!" 18 Als Noomi sah, dass Rut fest entschlossen war, mit ihr zu gehen, gab sie es auf, sie zur Umkehr zu überreden. 19 So kamen beide miteinander nach Bethlehem. Da geriet die ganze Stadt in Bewegung, und die Frauen riefen: "Ist das nicht Noomi?" 20 "Nennt mich nicht mehr Noomi, die Liebliche, nennt mich Mara, die Bittere, denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht. (2. Mose 15.23) 21 Voll bin ich losgezogen und leer hat Jahwe mich zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich noch Noomi? Jahwe hat sich gegen mich gewandt, der Allmächtige hat mir übel mitgespielt." 22 So kehrte Noomi mit ihrer moabitischen Schwiegertochter nach Bethlehem zurück. Dort hatte gerade die Gerstenernte begonnen.        Rut 3,1-22

 

Diese Familiengeschichte könnte als Flüchtlingsschicksal in jeder Tageszeitung stehen und die aktuelle Berichterstattung im Fernsehen zum Thema Flucht füllen. Sie erinnert an die vielen Menschen, die ausgelöst durch Naturkatastrophen und Klimaveränderungen, zu Flüchtlingen werden. Sie sind auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen.

Die Bibel berichtet im Buch Ruth von der Familie Elimelechs aus Bethlehem, die ihre Heimat verließ, weil eine Hungersnot im Land herrschte. Sie packten ihr Hab und Gut und zogen aus ihrer Heimat fort. So wie die alle Flüchtlinge nahmen sie ihr Vermögen mit („Voll bin ich ausgezogen“, wird Naomi nach ihrer Rückkehr zitiert.). Wer auf die Flucht geht, weiß, er kann nur mitnehmen, was er tragen kann. So ist eine Grundausstattung an Kleidung und Nahrung notwendig und Geld. Das allerwichtigste: Eine ordentliche Portion Gottvertrauen.  Die vierköpfige Familie floh wohl auf dem Landweg nach Moab.

Wer sind die Moabiter und wo leben sie?

Die Moabiter sind Nachkommen Lots, einem Neffen Abrahams. Angesiedelt östlich des Toten Meeres. Es war wohl zu jener Zeit ein reiches Land, das vielen Menschen ein Zuhause bot und fruchtbaren Boden hatte.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass dieses Volk, obwohl es verwandtschaftliche Beziehungen zu Israel gab, nicht an den Gott Israels glaubte. Ihr Hauptgott war Kemosch. Auch hier unterscheidet sich die Situation der Geflüchteten um ca. 500 vor Christus nicht sonderlich von der der Geflüchteten heute. Viele, die ihre Heimat verlassen, brechen auf in ferne, fremde Länder mit unbekannten Kulturen und Traditionen. Oft werden sie mit ihnen unbekannten Religionen und Glaubensformen konfrontiert.
Auch Elimelech und seine Familie bleibt diese Erfahrung nicht erspart. Wobei der biblische Bericht erahnen lässt, dass die Familie Elimelechs in der Fremde ihr Auskommen fand. Beide Söhne konnten heiraten. Sie heirateten moabitische Frauen, Ruth und Orpa. Heute würde man von einer gelungenen Integration sprechen. Bei genauem Hinsehen auf den Bibeltext stellen sich allerdings Fragen. Wieso sind die zwei Brüder nach zehn Ehejahren noch kinderlos? Gibt es gesundheitliche Ursachen oder war die Gesetzgebung des Gastlandes so, dass Kinder aus Mischehen keine Zukunft hatten? Wurden zugewanderten Flüchtlingen die Staatsbürgerrechte in Moab verwehrt? War die Verschiedenheit der Religion der Ehepaare ein Grund? Viele Fragen, die wir heute nicht klären können. Wer sich gerne mit den kulturellen und soziologischen Lebensformen alter Kulturen beschäftigt, findet garantiert allerhand Wissenswertes in Büchern und im Netz. Auf diese Fragen müssen die Flüchtlinge unserer Tage ebenfalls Antworten finden.

Noch etwas leuchtet aus diesem Text auf. Beide moabitischen Frauen fühlen sich in der Familie ihrer Männer wohl und haben zu ihrer Schwiegermutter ein inniges Verhältnis. Die Lebensart und der jüdische Glaube der Familie wecken wohl ihr Interesse. Lernten sie durch diese Familie den Gott Israels kennen? Wie war der Glaube an den Gott Israels in ihren Herzen verwurzelt? Auch hier gewährt uns der Bibeltext einen Einblick.

Nach einem herben Schicksalsschlag, alle drei Frauen wurden Witwen, entscheidet Noomi, dass sie zurück nach Bethlehem geht. Noomi will zurück in die alte Heimat und in ihr vertraute Strukturen. Allein in der Fremde will sie nicht sein. Ihre beiden Schwiegertöchter Orpa und Ruth entscheiden anders, sie wollen mit ihrer Schwiegermutter mit!  Für Ruth und Orpa bedeutete dieser Schritt, Fremdling zu werden. Aus dem eigenen Leben kennt die lebenserfahrene Noomi, was das bedeutet und rät Orpa und Ruth davon ab. Ich lese noch einmal den Dialog zwischen den drei Frauen: „Doch unterwegs sagte Noomi zu ihnen: "Kehrt um und geht wieder in euer Elternhaus zurück! Jahwe möge euch all das Gute vergelten, das ihr den Verstorbenen und mir erwiesen habt! 9 Er möge euch wieder einen Mann geben und ein neues Zuhause." Dann küsste sie beide zum Abschied. Doch diese weinten (Rut 3.1) 10 und sagten zu ihr: "Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen!" 11 "Kehrt doch um, meine Töchter!", entgegnete Noomi. "Warum wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne zu erwarten, die eure Männer werden könnten? 12 Geht, meine Töchter, kehrt um! Ich bin zu alt, um noch einmal zu heiraten. Und selbst wenn ich noch Hoffnung hätte, ja selbst, wenn ich in dieser Nacht mit einem Mann schlafen und dann Söhne zur Welt bringen würde, 13 wollt ihr etwa warten, bis sie groß geworden sind? Wollt ihr euch so lange zurückziehen und ohne Mann leben? Nein, meine Töchter! Ich kann euch nicht das gleiche bittere Schicksal zumuten, das Jahwe mir aufgebürdet hat." (Hiob 19.21) 14 Da weinten sie noch mehr. Dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter und nahm Abschied, Rut aber wollte sie auf keinen Fall verlassen. 15 Noomi redete ihr zu: "Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und ihrem Gott. Folge ihr doch!" 16 Aber Rut sagte: "Dränge mich nicht, dich zu verlassen. Ich gehe nicht weg von dir! Denn wo du hingehst, gehe auch ich hin, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. (2. Samuel 15.21)

Noomi ist ganz realistisch und sieht keine Möglichkeit, den beiden jungen Frauen ein auskömmliches Leben in Israel zu bieten. Ihr Vermögen ist aufgebraucht. Sie ist selbst auf Almosen angewiesen. So ein Leben will sie nicht für ihre Schwiegertöchter. Orpa nimmt ihren Rat an und geht in ihre Herkunftsfamilie zurück. Noomi formuliert die Entscheidung Orpas so im Gespräch mit Ruth: „Deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und ihrem Gott. Folge ihr doch!“ V.15.
Hier finden wir die Antwort auf die Frage: Wie verwurzelt ist der Glaube an den Gott Israels in Orpas Herzen?
Die Antwort gib uns Noomi – sie geht zurück zu ihrem Volk und ihrem Gott. Ist der Same des Wortes Gottes, das sie im Haus ihrer Schwiegereltern und durch ihren Mann kennengelernt hat auf einen felsigen Herzensboden gefallen? Hat sie Angst vor einer ungewissen Zukunft? Weiß sie noch nicht um die Vorzüge des Glaubens an den lebendigen Gott Israels? Wir wollen nicht urteilen. Sondern an der Entscheidung Orpas unsere eigene Herzenseinstellung erkennen. Wie wichtig ist mir in meinem Alltag die Botschaft Jesu? Folge ich ihr oder suche ich einen Ausweg? Suche ich Antworten auf meine Glaubensfragen oder verdränge ich sie? Will ich einen Weg ohne Widerstände und Anfechtungen oder Frieden mit Gott?

Ganz anders entscheidet sich ihre Schwägerin Ruth, sie ist bereit, den schwierigen Weg in die Fremde zu gehen und wählt den Glauben an den Gott Israels für sich: „Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott“ Sie wagt einen Schritt in eine menschlich gesehen unsichere Zukunft. Sie will in einem Umfeld leben, wo man an den Gott glaubt, für den sie sich entschieden hat.
Dafür ist sie bereit, einen schwierigen Weg zu gehen – sie ist bereit in Armut zu Leben. Ähren lesen auf dem Feld eines Fremden, das ist das Recht armer Leute in Israel. Bereit sein, den Weg der Berufung zu gehen, den Weg der Jesusnachfolge zu gehen, setzt voraus: Ich will das.  
Das ist bei dir und mir nicht anders. Diese Entscheidung kann nicht verordnet oder erzwungen werden. Würden wir jetzt im Buch Ruth weiterlesen, so könnten wir uns alle mit dieser mutigen Frau freuen - Gott segnet Ruths Entscheidung und er hat einen wunderbaren Plan für ihr Leben.
Manche Segenspur gleicht zu Beginn einem kleinen Samenkorn, fällt es auf fruchtbaren Boden, wächst daraus oft hundertfache Frucht. Lernen wir von Ruth und ihrer mutigen Entscheidung und wagen in der Jesusnachfolge mutige Schritte, damit der Segen der Botschaft Jesu in unserem Leben als Licht leuchtet und  bei uns Glaubensfrucht wächst. Amen

Neuerdings gibt es Sonntag um 11.00 Uhr einen Onlinekonferenz. Daran können alle über Telefon oder Internet teilnehmen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dabei seid.

Hier die Zugangsdaten:

Telefonnummer: 0201 560 52 13 - 2

Telefon-PIN: 55916

Über das Internet mit Computer oder Handy:

https://miteinander.ak-internet.de/konferenz/?join=de878ad5e39b135381e7b077821d4179

Code 978578

Liebe Grüße und eine gesegnete Woche

Inge Clausonet

Müncheberg, 23.1.21

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